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Produktion

Produktion in FrankfurtRheinMain auf einen Blick

FrankfurtRheinMain ist eine der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands, knapp zwei Millionen Menschen sind hier sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit gut 96.000 Euro liegt das Bruttoinlandsprodukt je Beschäftigtem deutlich über dem Bundesdurchschnitt von knapp 86.000 Euro. Eine wichtige Rolle spielt die Produktion. Statistisch geht zwar ihr Wertschöpfungsanteil zurück, die Vernetzung zwischen Produktion und Dienstleistung ist jedoch von entscheidender Bedeutung: Im Bundesdurchschnitt werden nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums 40 Prozent der von Unternehmen bezogenen Dienstleistungen vom Verarbeitenden Gewerbe nachgefragt. Eine Steigerung der Endnachfrage um eine Million Euro bedeutet knapp neun neue Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe und weitere drei im Dienstleistungssektor. Deutschland ist durch die Produktion regelmäßig »Exportweltmeister«, viele Unternehmen der Region sind weltweit führende Anbieter, so im Automobilbau, in Chemie und Pharmazie, in Automation und Materialtechnik. Der Kern der Produktion ist das Verarbeitende Gewerbe mit fast 386.000 Beschäftigten in der Region. Mit Bergbau, Energie- und Wasserversorgung sowie Baugewerbe umfasst die Produktion gut 495.000 Beschäftigte und erwirtschaftet 23 Prozent der regionalen Wertschöpfung. Wichtige produktionsnahe Dienstleistungen liefern zudem über 50.000 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung, Ingenieurunternehmen und Prüfeinrichtungen. Logistiker, die Produktionsabläufe unterstützen oder komplett übernehmen, IT-Experten für die Anlagensteuerung oder Wirtschaftsprüfer und Versicherer ergänzen das Spektrum und bieten alle Dienstleistungen für die Produktion.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe 2007


Hochschulen und Forschungsinstitute

Hochschulen und Forschungsinstitute sind wichtige Eckpfeiler der künftigen Entwicklung der Produktion. An den regionalen Hochschulen waren im Wintersemester 2007/2008 über 25.000 Studierende in Ingenieurwissenschaften eingeschrieben, darunter fast 10.000 in Maschinenbau/Verfahrenstechnik – vor allem an der FH Gießen-Friedberg und der TU Darmstadt – und über 6.000 in Elektrotechnik – vor allem an der Hochschule und der TU in Darmstadt. Weitere Studienorte sind die Fachhochschulen Aschaffenburg, Bingen, Frankfurt am Main, Fulda, Mainz und Wiesbaden, die Private Fern-Fachhochschule Darmstadt, die Provadis School of International Management and Technology in Frankfurt am Main und die Hochschule Fresenius in Idstein. Zu diesen Studiengängen kommen, auch an anderen Hochschulen der Region, mehr als 4.500 Studierende im Wirtschaftsingenieurwesen – vor allem an der TU Darmstadt – sowie weitere in Physik, Chemie, Pharmazie, Biotechnologie, Logistik oder Informatik, die später oft in Produktionsunternehmen arbeiten. Einige der 80 Forschungsinstitute außerhalb der Hochschulen sind von großer Bedeutung für den Produktionsstandort FrankfurtRheinMain und darüber hinaus – so die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI), die Max-Planck-Institute für Biophysik, für Chemie und für Polymerforschung sowie die Fraunhoferinstitute für Graphische Datenverarbeitung (IGD) oder Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF).

Um Grundlagenforschung und Anwendung zu verbinden, arbeiten vielfach Wissenschaftler und Entwickler verschiedener Fachrichtungen aus Hochschulen und Unternehmen zusammen. Beispiele hierfür sind das Merck-Lab als ein von Merck KGaA und TU Darmstadt betriebenes Forschungslabor für anorganische Verbundmaterialien, das Technologiezentrum Combustor and Turbine Aerothermal Interaction – ein Gemeinschaftsprojekt der TU Darmstadt mit Rolls Royce – oder das Zentrum für Arzneimittelforschung, -entwicklung und -sicherheit (ZAFES), in dem universitäre Pharmazie- und Wirkstoffforschung, die Universitätsklinik Frankfurt und Unternehmen aus Pharmazie und Biotechnologie zusammenarbeiten.


Produktionsbezogene Förderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Der überwiegende Teil der Drittmittel an Hochschulen stammt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der zentralen Förderorganisation für die Forschung in Deutschland. In der Region gibt es zwei Graduiertenschulen, drei Exzellenzcluster, fünf Schwerpunktprogramme, 15 Graduiertenkollegs, 20 Forschergruppen und 20 Sonderforschungsbereiche, in denen produktionsrelevante Grundlagenforschung betrieben wird. Charakteristisch für viele dieser Projekte ist die gemeinsame Arbeit von mehreren Universitäten, auch mit solchen außerhalb der Region FrankfurtRheinMain, an einem Forschungsthema.

Produktionsbezogene Förderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Wissensregion FrankfurtRheinMain

Produktionsbezogene Förderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Wissensregion FrankfurtRheinMain


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Titelbild Branchenreport Produktion
Branchenreport »Produktion« zur Wissensregion FrankfurtRheinMain

Der Branchenreport »Produktion« ist die fünfte Veröffentlichung – nach den Reports »Automotive«, »Chemie und Pharmazie«, »Automation« und »Logistik und Verkehr« - in einer Reihe, in der die Anforderungen von Unternehmen der Leitbranchen in der Region an den Standort beschrieben werden. Die Reports entstehen in enger Zusammenarbeit mit der FrankfurtRheinMain GmbH, der HA Hessen Agentur GmbH, dem IHK-Forum Rhein-Main und der RKW Hessen GmbH. Am Branchenreport »Produktion« arbeitete außerdem die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände und die Technische Universität Darmstadt mit.

Der 20-seitige Branchenreport ist als Ergänzung zu unserem Wissensatlas zu sehen und kann kostenlos hier als PDF-Datei [1.090KB] oder von der Homepage des Planungsverbandes unter www.planungsverband.de herunter geladen werden. Unter 069/2577-1253 kann die Bröschüre auch telefonisch bestellt werden.
 

Aus dem Inhalt des Branchenreports »Produktion«
S. 3: Für eine moderne Produktionsregion
S. 4: Produktion in FrankfurtRheinMain auf einen Blick
S. 5: Wer weiß schon, dass ...
S. 7: Stärkung des Produktionsstandortes
S.10: Cluster
S.11: Wandel in der Berufswelt
S.12: Hochschulen und Forschungsinstitute
S.14: Nachfrage nach Flächen für Produktion, Forschung, Entwicklung, Dienstleistung und Logistik
S.16: Trends und Herausforderungen
S.18: Megatrend Ressourcen- und Energieeffizienz
S.20: Herausgeber
 


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