Drittmittel

Eine halbe Milliarde mehr Spielraum

Exzellenz in Forschung und Lehre ist ohne sie weder denkbar noch machbar: Drittmittel. Notwendig werden die von außen kommenden Zuwendungen durch die knappe Finanzausstattung der Hochschulen. Doch gilt die Höhe der Drittmittel auch als Gradmesser für die Vernetzung zwischen Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Wissenschaft. Wenngleich sich daraus keine Aussage über die Qualität der betriebenen Forschung treffen lässt. Wie steht es hier um FrankfurtRheinMain? An die Hochschulen der Region flossen zuletzt knapp 485 Millionen Euro von öffentlichen und privaten Quellen. Daten von privaten oder kirchlichen Hochschulen sind hierbei nicht berücksichtig. Auffällig: 93,9 Prozent der erfassten Drittmittel kommen den vier Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Mainz zugute, etwa 455 Millionen Euro. Der Rest entfällt zum Großteil auf die Fachhochschulen, 2,2 Millionen Euro auf die Kunsthochschulen. Mit rund 152 Millionen Euro weist die Goethe-Universität Frankfurt den höchsten Anteil an Drittmitteln auf, gefolgt von der TU Darmstadt. Am wenigsten wirbt die Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) Frankfurt ein.

 

Glossar: Drittmittel

Gut zu Wissen:

Woher kommt das Geld? 37,8 Prozent der gesamten Hochschuldrittmittel in FrankfurtRheinMain stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Verfügung, 20,9 Prozent die gewerbliche Wirtschaft. Knapp dahinter rangiert der Bund mit  20,3 Prozent. Weitere Geldgeber sind die Länder, die Europäische Union, Stiftungen, Hochschulfördergesellschaften, Gemeinden, internationale Organisationen sowie die Bundesagentur für Arbeit.